Berlin Monitor 2025: Berlin – Zwischen demokratischer Haltung und verbreiteten Ressentiments

Mit der Studienreihe „Berlin-Monitor“ werden seit 2019 Berliner zu ihren politischen Einstellungen, Möglichkeiten der Partizipation, Vorurteilen, aber auch Diskriminierungserfahrungen befragt. Der Berlin-Monitor 2025 ist die vierte repräsentative Erhebung in dieser Reihe.



 
Im vorliegenden Buch werden die Ergebnisse des Berlin-Monitors 2025 vorgestellt. Er fokussiert auf gegenwärtige Entwicklungen in der politischen Kultur, aber auch auf zwei aktuelle Schwerpunkte: Antiziganismus und Antisemitismus. Beide Ressentiments sind in der Berliner Bevölkerung präsent, verbinden sich mit anderen abwertenden Einstellungen, wie z. B. dem Antifeminismus, und fungieren als Brücke zum Rechtsextremismus. Diesen Ressentiments steht auf der einen Seite eine aktive Stadtgesellschaft mit demokratischer Haltung entgegen, auf der anderen Seite werden sie durch eine zunehmende Fragilität in der Haltung zur Demokratie befördert.



Zur Methode

Im Rahmen der vierten repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Berlin-Monitors wurden zwischen dem 25. Juni und dem 1. August 2025 insgesamt 2.022 Berliner ab 18 Jahren befragt. Die Erhebung wurde, anders als die letzten beiden Wellen, vom Meinungsforschungsinstitut USUMA GmbH im Auftrag der Universität Leipzig durchgeführt. Ziel war es, ein repräsentatives Abbild der Berliner Wohnbevölkerung zu gewinnen und die im zweijährigen Rhythmus erhobenen Zeitreihen der vorangegangenen Studien (2019, 2021, 2023) fortzuführen. Die Erhebung erfolgte als Mixed-Mode-Befragung (TOM-Design), bestehend aus 1.405 telefonischen Interviews (CATI) und 617 Online-Interviews (CAWI). Die Datenerhebung umfasste Fragen zu demokratischen und antidemokratischen Einstellungen, Vorurteilen gegenüber verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie soziodemografischen Merkmalen (u. a. Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Religiosität, Migrationshintergrund). Einen Schwerpunkt legt der diesjährige Berlin Monitor auf antisemitische und antiziganistische Einstellungen.

Zu den Autoren

Prof. Dr. Oliver Decker ist Sozialpsychologe und Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts. Er leitet zusammen mit Prof. Dr. Elmar Brähler seit 2002 die Leipziger Autoritarismus Studien.

Prof. Dr. Gert Pickel ist Professor für Religions- und Kirchensoziologie am Institut für Praktische Theologie, an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.

Johanna Niendorf, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else-Frenkel-Brunswik-Institut und promoviert zum Zusammenhang von Geschlechterverhältnissen und autoritären Dynamiken. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Antifeminismus, Autoritarismus und Antisemitismus.

Kazim Celik, M. A. Politikwissenschaften, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Else-Frenkel-Brunswik-Institut und Mitglied des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig. Seine Forschung legt einen Schwerpunkt auf Politische Kultur und (Co-)Radikalisierungsprozesse.

Pressekontakt

Pia Siemer

Referentin für Wissenschaftskommunikation
Strohsackpassage
Nikolaistr. 6-10
04109 Leipzig

Tel.: 0341 / 97-37892

E-Mail: pia.siemer@uni-leipzig.de

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